Glossar

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Farbangaben fĂŒr das Internet werden ĂŒblicherweise als ->rgb-Wert angegeben, wobei die Einzelanteile der Farben als hexadezimaler Wert im Bereich 00 [0%] bis FF [dezimal 255=100%] aufgefĂŒhrt werden. Die ersten zwei Zeichen ergeben den Rot-Wert, die nĂ€chsten den GrĂŒn-Wert und die letzten den Blau-Wert. Daneben sind auch englische Namen wie "red" zulĂ€ssig. Die Angabe "color: #8d8d8d;" in einem Style erzeugt z.B. ein mittleres Grau der Schrift


 
A
 

Affiche (fr.)
Aushang, Anschlag
Affichenpapier
Plakatpapier mit spezieller Leimung fĂŒr Anschlagtafeln in der Außenwerbung
Akzidenz
Druckwerk vorwiegend kleineren Umfangs, wie Drucksache, Prospekt, Grußkarte usw.
Algraphie
Flachdruckverfahren, bei dem anstelle des Lithographiesteins eine Aluminiumplatte verwendet wird.
Aluminiumdruckplatte
Druckform fĂŒr den Offsetdruck, vor allem fĂŒr den Andruck und fĂŒr den Druck von kleineren und mittleren Auflagen
Ambrogaldruck
Altes Offset-Plattenherstellungsverfahren, genannt nach dem Erfinder: Ambrosius Galetzka.
Anaglyphendruck
Verfahren fĂŒr plastische Bildwirkung durch den Druck von zwei gleichartigen Druckformen in Rot und GrĂŒn, die um einige Milimeter seitlich verschoben ĂŒbereinander gedruckt werden.
anaxialer Satz
im Gegensatz zum axialen Satz: links- oder rechtsbĂŒndige Anordnung der Elemente auf einer Buchseite
Andruck
Probedruck zum Vergleich mit der Originalvorlage. Wird teilweise schon zur Korrektur und inbesondere bei VierfarbsĂ€tzen vorgenommen. Zweck des Andrucks ist, das zu erwartende Ergebnis möglichst genau sichtbar zu machen, um dessen QualitĂ€t zu prĂŒfen.
Anilindruck
Alte Bezeichnung fĂŒr Flexodruck. Dabei handelt es sich um ein Hochdruckverfahren mit elastischen Druckformen und physikalisch durch Wegschlagen oder Verdunstung trocknenden Druckfarben.
Anschnitt
Texte oder Bilder, deren Format ĂŒber das endgĂŒltige (beschnittene) Seitenformat hinausgeht
Antiquaschriften
Oberbegriff fĂŒr Schriftfamilien mit Serifen, die besonders leicht lesbar sind: Bsp.: Garamond, Times, Bookman. Die Antiquaschriften entstanden als Schriftart der Renaissance um 1460. Vorbild fĂŒr ihre Großbuchstabenschrift war das Alphabet der antiken Inschriften, fĂŒr ihre Kleinbuchstaben die karolingische MINUSKEL.
A-Null-Bogen
DIN Formatbogen (841 x 1189mm)
Appendix
Anhang eines Buches mit Tafeln, Karten, Dokumenten, Registern etc.
Aquarelldruck
Nicht mehr gebrĂ€uchliche Bezeichnung fĂŒr einen mehrfarbigen Steindruck nach einem Aquarell, bei dem zuerst die krĂ€ftigen Zeichnungsplatten und dann die meist flĂ€chig verlaufenden, leichten Tonplatten aufgedruckt wurden. Vgl.: Citochromdruck.
Arabeske
Ornament aus Blatt- und Rankenwerk, das durch plastische Auffassung und organische Bewegung seinen pflanzlichen Vorbildern nahe steht. Die Arabeske hat ihren Urspung in der hellenistischen Kunst und fand in der FrĂŒhrenaissance erneut große Verwendung.
Archivpapier
Ein Papier, das auf Dauerhaftigkeit ausgerichtet ist und fĂŒr Aufzeichnungen mit langer Lebensdauer verwendet wird. Es wird auch als Dokumentenpapier bezeichnet. Es ist holzfrei und hadernhaltig oder besteht nur aus Hadern.
Asterisk
Sternchen als Fußnotenzeichen
Auflagendruck
Bezeichnung fĂŒr den Fortdruck in allen Druckverfahren. Ggs.: Probedruck, ANDRUCK.
Aufsichtsvorlage
Vorlage, die lichtundurchlĂ€ĂŸig ist und i. Ggs. zur Durchsichtsvorlage betrachtet werden kann. z.Bsp.: Zeichnungen, Drucke, Photos
auftragendes Papier
Dickes Papier mit leichtem Papiergewicht. Gibt BĂŒchern ein gewichtigeres Aussehen. Auch: Volumenpapier.
Augenpulver
umgangssprachlicher Ausdruck fĂŒr durch die Verwendung kleiner Schriftgrade und engem Druck schwer lesbarer Texte
Ausgangszeile
die letzte, nicht vollstĂ€ndig mit Text gefĂŒllte Zeile eines Absatzes
Ausrichtung
Anordnen eines Textes bezĂŒglich der RĂ€nder: links-, rechtsbĂŒndig, zentriert, Blocksatz
ausschießen
anordnen der Seiten einer Druckform in der Weise, daß der bedruckte und gefalzte Bogen die richtige Aufeinanderfolge der Seitenzahl ergibt
ausschließen
beim Satz das VerÀndern der zunÀchst gleichen WortzwischenrÀume, um die Zeilen genau auf die festgelegte Breite zu bringen
Ausschluß
die LeerrĂ€ume zwischen den Wörtern innerhalb einer Zeile (WortabstĂ€nde). Mit dem Ausschluß, der aus variablem Leerraum besteht, wird eine Zeile so gefĂŒllt, daß die optimale Ausrichtung erreicht wird: Vgl.: SPACING
Außensteg
Äußerer, den Satzspiegel umgebender Rand. Auch: "Seitensteg"
austreiben
Den Satz eines Druckwerkes so ausdehnen, daß er den gewĂŒnschten Umfang bekommt. Ggs.: Einbringen.
auszeichnen
Ein Manuskript auszeichnen bedeutet, es satzfertig zu machen. Dabei werden alle Anordnungen an den Setzer im Manuskript angebracht.
Auszug
wird die nach links aus dem Text herausgezogene Zeile genannt, auch: negativer Einzug, im Unterschied zum Einzug
axialer Satz
im Gegensatz zum anaxialen Satz: um eine gedachte Mittelachse des Satzspiegels angeordnete Elemente einer Buchseite


 
B
 

Barytpapier
Barytpapier ist ein holzfreies Papier von homogener Tranparenz, also ohne Struktur, das einseitig gestrichen ist. Die beschichtete OberflĂ€che des Papiers, das sich sehr gut fĂŒr den Druck eignet, ist reinweiß, matt und sehr glatt.
Bogen
Auf Format geschnittenes, dĂŒnnes, flexibles Werkstoffmaterial, meist Papier, oft auch das gefalzte Produkt (Falzbogen)
Braille-Druck
Blindenschrift, 1829 vom blinden französischen Lehrer Louis Braille (1809-1852) erfunden. Sie kann durch Abtasten von Punkten wie erhabene Lettern gelesen werden.
Broschur
flexibler Einband
Buchblock
der aus einzelnen BOGEN und BlĂ€ttern bestehende Teil des Buches, der geheftet, fadengeheftet oder klebegebunden, beschnitten und so weit vorbereitet ist, daß er mit dem EINBAND verbunden werden kann.


 
C
 

CMYK-Farbmodell

das beim Drucken verwendete, subtraktive Farbmodell. Jeder Farbton wird durch einen Anteil der 4 Grundfarben Cyan (C), Magenta (M), Gelb (Y) und Schwarz (K) beschrieben, die Summe aller Farben ist im Gegensatz zum ->RGB-Farbmodell Schwarz. CMYK- und RGB-Farben lassen sich nur bedingt in einander umrechnen. DruckfĂ€hige Farbvorlagen mĂŒssen daher in CMYK vorliegen. Beim Druck spricht man dann auch von ->Skalenfarben (Gegensatz: ->Schmuckfarben). Das Farbergebnis des Drucks wird auch noch von weiteren Faktoren bestimmt, z.B. von der Farbe und Weiße des Papiers.
Codex (lat.)
1. In seiner Ă€ltesten Form ist der Codex ein Aggregat von HolztĂ€felchen, die zum Schreiben wie die eines Diptychon eingerichtet waren. 2. Pergamenthandschrift, sofern sie aus einzelnen BlĂ€ttern bestehen und nicht (nach alter Weise) gerollt waren. Ein gerolltes Pergament hieß VOLUMEN. Der Übergang zur Form des Codex erfolgte etwa im 4. Jahrhundert n. Chr. 3.dt.: "Holzklotz".


 
D
 

Druckbogen
1. 'Druckbogen' wird das im Bogendruck erzielte, flachliegende Druckerzeugnis genannt. 2. Das zu Bogen geschnittenes, bedrucktes Material. 3. Das als Ausgangspunkt fĂŒr die Buch- oder BroschĂŒrenherstellung gelieferte, bedruckte Material - oft auch als ROHBOGEN bezeichnet.
Durchdruck
Druckverfahren, bei dem die Farbe durch eine Schablone auf den darunter liegenden TrÀger gedruckt wird. Im Gegensatz zu allen anderen Druckformen wird hier nicht von einer Druckform auf einen DrucktrÀger gedruckt. Beispiel: SIEBDRUCK
Durchschuß
"in Punkt auf Punkt angegebener Abstand zwischen zwei Zeilen


 
E
 

Einband


Einband' wird die den BUCHBLOCK umschließende Buchdecke genannte. HĂ€ufige Arten: BROSCHUR, Leineneinband, Pappeinband


 
F
 

Fadenheftung


Besonders haltbares, traditionelles Bindeverfahren, bei dem die BÖGEN eines Buches im Falz an mehreren Stellen mit einem Faden fixierte werden.
Faksimile
Originalgetreue Nachbildung einer Vorlage. Faksimile-Drucke werden hergestellt von alten Handschriften, FrĂŒhdrucken oder GemĂ€lden mit hohem reproduktions- und drucktechnischem Aufwand zur Erzielung höchster Übereinstimmung mit dem Original. HĂ€ufige Verfahren sind Cantone-Verfahren und Granolitho-Verfahren.
Falz
"Falz" nennt man die Stelle, an der Papier gefaltet ist.
Flachdruck
Druckverfahren, bei dem druckende und nicht druckende Element in nahezu gleicher Ebene liegen: LITHOGRAPHIE, OFFSETDRUCK, LICHTDRUCK
Flattermarke
treppenförmig gesetzte Markierung auf DRUCKBÖGEN fĂŒr die buchbinderische Endverarbeitung
Fraktur
gebrochene' Schrift. Oberbegriff fĂŒr Schriftarten, die aus der gotischen Schrift entwickelt wurden. Der Volksmund bezeichnet diese fĂ€lschlich als 'altdeutsche' Schrift. Zu den gebrochenen Schriften zĂ€hlt auch die Schwabacher


 
G
 

Grotesk
gleichmĂ€ĂŸig starke ANTIQUA ohne SERIFEN


 
H
 

Handpresse
Eine Handpresse ist eine manuell zu bedienende Druckpresse. Meist wird im Hochdruck die fĂŒr geringe Auflagen ausreichende TIEGELDRUCKPRESSE benutzt.
Handsatz
mit Hand aus einzelnen Lettern gesetzter Schriftsatz
Hektographie
Erzeugnis eines Umdruckverfahrens, bei dem gestrichenes Papier auf farbiges Papier gelegt, dann beschrieben wird, so daß sich die Zeichnung als seitenverkehrtes Bild auf der RĂŒckseite abzeichnet. Nach anfeuchten mit Spiritus können AbzĂŒge hergestellt werden.
Hochdruck
Druckverfahren, bei dem alle zu druckenden Teile erhaben sind.
Holzschnitt
Älteste Art des manuellen HOCHDRUCK-Verfahren. Die Ă€ltesten bekannten Holzschnitte stammen aus China. Seine grĂ¶ĂŸte Bedeutung erlangte der Holzschnitt im 15. Und 16. Jahrhundert. FĂŒr einen echten Holzschnitt wird ein Langholzbrett verwendet, das aus der ganzen LĂ€nge eines Baumstammes gesĂ€gt wird. Nicht zum Bild gehörende Teile werden mit Hilfe von Messern etc. entfernt. Nicht zu verwechseln mit dem HOLZSTICH.
Holzstich
Manuell hergestellte Hochdruckform aus Hirnholz, bei der die nicht zum Bild gehörenden Teile mit scharfen Grabsticheln entfernt werden. Der Holzstich ist wÀhrend des 18. Jahrhunderts aus der Technik des Kupferstechens hervorgegangen. Mit dem Holzschnitt können hohe Auflagen erreicht werden, er war im 19. Jahrhundert sehr beliebt zur Buchillustration.
Hotmeltverfahren
Vgl. KLEBEBINDUNG
Hurenkind(er)
Letzte Zeile(n) eines Absatzes, die am Seitenanfang der neuen Seite (optisch unschön) stehen.

Hybridprodukte
in einem Arbeitsgang hergestellte Erzeugnisse aus unterschiedlichen Papiersorten (z.B. auch selbstdurchschreibenden Papieren oder Bilderdruckpapieren), Formate und Farbigkeiten. Unsere Hybridprodukte können aus maximal 4 Bahnen zusammengefĂŒgt, mit bis zu 5 Farben bedruckt und im Falz verleimt werden.


 
IJ
 

ISBN
Abk. fĂŒr Internationale Standard-Buch-Nummer. Die ISBN ist ein eindeutiges Identifikationsmerkmal eines Buches. Die ISBN besteht aus 10 Ziffern, die eine Sprachgruppe (3 fĂŒr Deutsch), den Verlag, die Titelnummer und die sog. PrĂŒfziffer darstellen.
ISSN
Abk. fĂŒr International Standard Serial Number. Die ISSN ist ein eindeutiges Identifikationsmerkmal fĂŒr fortlaufende Sammelwerke und Zeitschriften.
Japanpapier
1. Oberbegriff fĂŒr japanische Papiere aus den Rinden von Edelhölzern. 2. Papiere aus Japan, wo sie aus einheimischen, zum Teil seltenen Faserstoffen wie Kozo, Mitsumata, Gampi und Kuwakawa (Maulbeerbaum), meist als handgeschöpfte Papiere, hergestellt werden. Sie werden allein oder mit Zusatz von Ezomatsu (Kieferart), Teima (Hanf) und philippinischen Manilahanf verarbeitet. Japanpapiere sind durch lange Fasern von hoher ZĂ€higkeit und trotzdem relativ weich. Vgl.: WASHI und LOKTHA
Jungfer
Als Jungfer wird eine vollkommen fehlerfrei gesetzte Spalte oder Seite genannt.


 
K
 

kalandern


auch: "kalandrieren". Unter kalandern oder kalandrieren versteht man die Veredelung von PapieroberflÀchen.
Kalibrierung
"Kalibrieren" bedeutet das Ausrichten eines Bildschirms, bzw. die Abstimmung von Computer, Bildschirm und Scanner auf exakte Farbwerte.
Kanzleipapier
Gattungsbegriff fĂŒr linierte und gefalzte Papiere.
KapitÀlchen
Großbuchstaben (VERSALIEN) in der Höhe der MittellĂ€ngen der Kleinbuchstaben (MINUSKELN)
kaschieren
Überziehen von Pappe mit Papier oder einem anderen, besser aussehenden Material.
Kattunpapier
Buntpapiere aus dem 16. Jahrhundert, die unter Anwendung eines HOLZSCHNITTS entstanden. Die Herstellung erfolgte mit Hilfe von Holzmodeln, die ursprĂŒnglich fĂŒr den Stoffdruck gedient hatten.
Klebebindung
Oberbegriff fĂŒr Verfahren, bei denen EinzelblĂ€tter oder speziell bearbeitete Falzbogen mittels Spezialklebestoffen am RĂŒcken verklebt und zu einem kompakten und gebrauchsfĂ€higen Buchblock verbunden werden. Die Klebebindung ist das am weitesten verbreitete Bindeverfahren. Vgl.: FADENHEFTUNG.
Klischee
In Zink geĂ€tzte Hochdruckform fĂŒr den Buchdruck.


 
L
 

laminieren
Überzug von Papier oder Pappe mit einer tranparenten Folie durch Heißklebung. Ziel ist die erhöhte Haltbarkeit.
Layout
gestaltete Anlage von Bild- und Textelementen einer Druckseite
Leporello
Name des Dieners Don Juans aus der gleichnamigen Oper Mozarts. Leporello fĂŒhrte ĂŒber die Geliebten des Don Juan ein Buch, dessen Form dem aus dem chinesischen Buchwesen bekannten Faltbuch den Namen gab: Einzelne zusammengestellte BlĂ€tter gleichen Formats, die mit Falzen so gefalten werden, daß sie sich harmonikartig entfalten lassen. Ein Leporello ist nicht gebunden.
Lichtdruck
Direkt arbeitendes, rasterloses FLACHDRUCK-Verfahren. Die druckende Schrift besteht aus Gelatine, weshalb die Auflage begrenzt ist (etwa 1500). 1855 von Poitevin erfunden.
Ligatur
"Ligatur" nennt man die im Buchdruck entwickelten zusammengesetzten Buchstaben auf einem Kegel. Die derzeit bekannteste Ligatur ist wohl das @, das die Buchstabenfolge "at" abkĂŒrzt.
Litho
AbkĂŒrzung fĂŒr das Wort LITHOGRAPHIE. In der Umgangssprache des graphischen Gewerbes werden die fĂŒr einen farbigen OFFSETDRUCK benötigten vier Filme der Reproduktion als 'Lithos' bezeichnet.
Lithographie
Steindruck. ZĂ€hlt zu den FLACHDRUCK-Verfahren. Druck auf einer Platte aus Solnhofer Kalkschiefer, der vermöge seiner PorositĂ€t Fett und Wasser einziehen kann. Das zu druckende wird mit fetthaltiger Kreide oder Tinte angebracht. Dann wird die Platte mit SĂ€ure ĂŒberzogen, die bewirkt, daß die DruckerschwĂ€rze nur an der Zeichnung haftet, die also beim nachfolgenden Druckprozeß allein auf das Papier ĂŒbertragen wird. Erfindung von Aloys Senefelder in MĂŒnchen zwischen 1796 und 1798. Fand die grĂ¶ĂŸte Verbreitung im 19. Jahrhundert, hat aber immer noch Bedeutung als graphisches Ausdrucksmittel.


 
M
 

Mattpost
mattgeglÀttetes Schreibmaschinenpapier.
Moiré (fr.)
"MoirĂ©" bezeichnet man das mehr oder weniger deutlich sichtbare Rosettenmuster im Druckbild. es entsteht bei der Abweichung von der Winkelung der verschiedenen Raster bei Mehrfarben-Arbeiten, manchmal aber auch schon bei geringfĂŒgigen Abweichungen des PASSERS durch Papierverzug oder Welligkeit.


 
N
 

Neutralisation
Teilweises Aufheben des Durchschreibens bei ->SD-Papieren durch Auftragen einer Neutralisationsfarbe, z.B., wenn Angaben auf einem oder mehreren DurchschlÀgen nicht erscheinen sollen.


 
O
 

Offsetdruck


Absetzdruck. ZĂ€hlt zu den indirekten Flachdruckverfahren. Die Druckplatte wird dabei auf ein Gummituch und von diesem auf das zu bedruckende Material ĂŒbertragen. Das Gummituch kann sich der Struktur des zu bedruckenden Materials anpassen, so daß sich Papiere mit unebener OberflĂ€che leichter als in anderen Verfahren bedrucken lassen.


 
PQ
 

Passer


1. Allgemein die Genauigkeit der Übereinstimmung bei fĂŒreinander gefertigten WerkstĂŒcken. 2. In der Drucktechnik die Genauigkeit, mit welcher der vorgesehene Stand der zu reproduzierenden Details bei einer Folge von ArbeitsgĂ€ngen erreicht bzw. eingehalten wird, z.B. beim Übereinanderdruck der einzelnen Teilfarben im Mehrfarbendruck.
PrÀgedruck
Herstellung einer erhabenen oder vertieften PrĂ€gung in Papier, Karton, Metall- oder Kunststofffolie mittels einer gravierten oder geĂ€tzten Platte oder mittels DRUCKTYPEN. Der "PrĂ€gedruck" kann auf Druckmaschinen mit oder ohne FarbĂŒbertragung (BlindprĂ€gung) ausgefĂŒhrt werden.
Punkt
Maßbezeichnung fĂŒr Schrifttypen. 1 Punkt entspricht 0,376 mm, gerechnet wird ĂŒblicherweise gerundet mit 0,375 mm


 
R
 

Reprint
Neudruck eines Werkes in Ă€hnlicher oder gleicher GrĂ¶ĂŸe wie die Originalvorlage. Der Satz wird dabei meist ĂŒbernommen. Vgl.: FAKSIMILE
Repro
Abk. fĂŒr REPRODUKTION

RGB-Farbmodell
das fĂŒr Computer- und Fernsehbildschirme genutzte, additive Farbmodell. Im Gegensatz zum beim Drucken genutzten ->CMYK-Farbsystem ist die Summe aller Farbwerte weiß. RGB steht fĂŒr die additiven Grundfarben Rot, GrĂŒn, Blau.
rheinisches Format
klassisches Zeitungsformat (35 x 51 cm)
Ries
Verpackungseinheit von 500 BOGEN Papier
Rohbogen
bedruckte, aber ungefalzte und ungeschnittene DRUCKBOGEN zur Weiterverarbeitung beim Buchbinder.
Rollendruck
ROTATIONSDRUCK, bei dem auf eine 'endlose' Papierbahn gedruckt wird.
Rollenoffset
OFFSETDRUCK, bei dem im Gegensatz zum BOGENOFFSETDRUCK eine endlose Papierbahn von der Rolle der Maschine zum Bedrucken zugefĂŒhrt wird. Die Maschinen fertigen in einem Durchgang ein gefalztes, geklebtes und teilweise auch dreiseitige fertig beschnittenes Produkt. Im Gegensatz zum BOGENOFFSETDRUCK kann im Rollenoffsetdruck nur ein Dimension durch die Verwendung von unterschiedlichen Rollenbreiten verĂ€ndert werden. Die DruckqualitĂ€t des Rollenoffsetdrucks ist mit der des Bogenoffsetdrucks vergleichbar. Beim AKZIDENZDRUCK und bei höherwertigen Druckerzeugnissen ist jedoch noch immer der BOGENOFFSETDRUCK vorzuziehen.


 
S
 

Satz


Der auf verschiedenen Arten hergestellte SCHRIFTSATZ beim Buchdruck: HANDSATZ, Machinensatz (mit Hilfe von Satzmaschinen), Fotosatz, Schreibsatz und Anreibsatz (Transferschriften). Vgl.: SATZSPIEGEL
Satzspiegel
Satzspiegel' ist der mit Schrift bedeckte Teil einer Buch-, Zeitungs- oder Zeitschriftenseite.
Schriftgrad
Bezeichnung fĂŒr die GrĂ¶ĂŸe einer Schrift, als Maßbezeichnung dient der Punkt.
Schriftsatz
Schriftsatz' ist die aus Lettern zusammengefĂŒgte Vorlage fĂŒr den Druck. Auch: SATZ.
Schusterjunge(n)
Anfangszeile(n) eines neuen Absatzes, die am Seitenende (optisch unschön) stehen.
Serifen
Serifen sind kleine Abschlußstriche an Dach, Kopf und/oder Fuß der Buchstaben bestimmter Schriftfamilien (z.B. Times), die damit als Serifen-Schriften im Unterschied zu serifenlosen Schriftarten bezeichnet werden.
Siebdruck
DURCHDRUCK-Verfahren
Skalenfarbe(n)
entsprechend dem ->CMYK-Farbmodell setzt sich die gedruckte Farbe aus den Anteilen an Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz zusammen. Durch Variation der Anteile kann nahezu jeder Farbton gedruckt werden.
Schmuckfarbe(n)
statt den Farbton aus den Grundfarben zusammenzusetzen, kann man ihn als einzelne Farbe (fertig angemischt) drucken. Der Vorteil ist zum einen die mögliche Farbtreue, z.B. bei einer Hausfarbe.
Zum anderen, können - kommen maximal 3 Farben im Erzeugnis vor, Druckwerke einsparen, da ->Skalenfarben 4 Farben benötigen. Dies kann kostengĂŒnstiger sein oder - wegen der mglw. begrenzten Anzahl von Druckwerken - die Herstellung eines Produktes auf einer Maschine ĂŒberhaupt erst ermöglichen.
SD-Papier
Selbstdurchschreibendes Papier. Durch eine spezielle Beschichtung von Vorder- und RĂŒckseiten mit Mikrokapseln, die sich unter Druck öffnen, werden beim Beschreiben oder Bedrucken mit anschlagenden Verfahren (Nadel- und Typenraddruck) DurchschlĂ€ge der Eintragungen erzeugt. Es gibt rĂŒckseitig beschichtete (CB), vorder- und rĂŒckseitig beschichtete (CFB) und vorderseitig beschichtete (CF) Papiere, ein Durchschreiben erfolgt immer dann, wenn beschichtete Seiten aufeinander treffen. Das Durchschreiben kann durch ->Neutralisation verhindert werden.
Eine Besonderheit sind sogenannte Self-Copy-Papiere, deren OberflÀche allein auf Druck Farbe freisetzt.


 
T
 

Thermodruck(-papier)
Beim Thermodruck wird spezielles Thermodruckpapier an einem an den zu schwĂ€rzenden Stellen erhitzten Druckkopf vorbeigefĂŒhrt. Es wird vor allem fĂŒr den Druck von Etiketten, Barcodes und Versandaufklebern eingesetzt. Trotz des benötigten Spezialpapiers ist das Verfahren wegen der geringen Wartungskosten und des möglichen hohen Druckkontrasts weit verbreitet. Die eingeschrĂ€nkte Abriebfestigkeit und AlterungsbestĂ€ndigkeit kann durch modernes top-coated-Thermoapier (zusĂ€tzliche OberflĂ€chenbeschichtung) verbessert werden.
Tiefdruck
Druckverfahren, bei dem alle zu druckenden Teile vertieft liegen.
Tiegeldruckpresse
Druckmaschinen fĂŒr den Buchdruck. Dabei stellen Druckform und Gegendruckelement eine ebene FlĂ€che dar. Man spricht deswegen vom 'flĂ€chigen' Druck. Die Druckkraft muß auf der gesamten FormatflĂ€che auf einmal aufgebracht werden.


 
U
 


 
V
 


 
W
 


 
XY
 


 
Z
 

Zwiebelfisch
Als "Zwiebelfisch" bezeichnet man in der Druckersprache einen in den Satz geratenen Buchstaben aus einem anderen Schriftgrad oder einer anderen Schrift. Zwiebelfisch war auch der Name einer Zeitschrift: "Zwiebelfisch. Kleine Zeitschrift fĂŒr Buchwesen und Typographie" (spĂ€ter: "... fĂŒr Geschmack in BĂŒchern und anderen Dingen", zuletzt: "... ĂŒber BĂŒcher, Kunst und Lebensstil"). Herausgeber war F. Blei, spĂ€ter H. und W. von Weber. Der Inhalt dieser Zeitschrift war, obwohl die neuen Ideen der Buch- und Schriftkunst und ihre praktische AusfĂŒhrung im Vordergrund standen, doch recht locker und vielseitig. Es erschienen Gedichte und Prosadichtungen, Rezensionen etc. So locker das Programm von den GrĂŒndungsvĂ€ter Franz Blei und den Verlegern Hans von Weber und C. E. Poeschel eingangs formuliert war, so locker war auch der Erscheinungsrhythmus der Zeitschrift (siehe Kat. Marbach 491 mit genauer Aufstellung des Erschienenen). Nach dem 2. Weltkrieg hat der Verlag den Versuch unternommen, die Zeitschrift, die 1931 ihr Erscheinen eingestellt hatte, neu zu beleben.